| 1928 bis 1940 |
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Im Mai 1929 trafen sich in der alten Kellerwirtschaft in der Ingolstädter Straße, heute minimal- Supermarkt, etwa ein Dutzend sportbegeisterte Manchinger Bürger und gründeten dort einen „Turnverein“ mit Fußballabteilung. Zwar gab es seit 1928 eine aktive Fußballmannschaft, doch sie spielte „wild“, ohne Vereins- und Verbandszugehörigkeit. Bald wurde aus dem Turnverein der SV Manching, dessen Gründung der damalige Hilfslehrer Josef Plank veranlaßte. Er leitete die Geschicke des jungen Vereins in den ersten Jahren, tatkräftig unterstützt von Martin Lindner als Schriftführer und Konrad Weiß, der die Kasse führte. Die Patenschaft übernahm der TSV Reichertshofen, Vereinslokal war der damalige „Jungbräu“, der an der Stelle des heutigen Rathauses stand. 1931 zogen die Fußballer zum „Riesenwirt“ um, wo sie vom Pächter Xaver Kraus und seiner Frau bestens bewirtet wurden. Zunächst galt es aber, einen eigenen Sportplatz zu finden. Nach einem Brief des Vorsitzenden Josef Plank an die Gemeinde, dem Verein den Sportplatz „in der Kiesgrube“ zu überlassen, erhielt der SV 1929 seinen ersten Sportplatz. Doch eine Dauerlösung war das nicht, deshalb bemühte man sich um einen Platz im Vorwerk. Schon im Juli 1930 wurde dem Verein von der Kommandantur der Festung Ingolstadt ein Spielfeld zugewiesen. Ein weiteres Problem war der Mangel an Spielgelegenheiten, denn der Verein war anfangs nur der „Deutschen Turnerschaft“ angeschlossen. Deshalb beantragte Josef Plank am 19. September 1929 beim Süddeutschen Fußballverband und beim Gauvorsitzenden von Ingolstadt die Einteilung in die Verbandsrunde. Ab 1930 spielt der „Sp.V. Manching“ in der B-Klasse. Die Fußballabteilung zählte damals 17 aktive Senioren und 10 Junioren als Mitglieder. Bei den ersten Spielen ging der SV Manching leer aus, deshalb verstärkte man sich mit Spielern aus der näheren Umgebung. Jetzt ging es aufwärts. Am 15. Februar 1930 stand Manching auf dem 2. Tabellenplatz und in der neuen Runde gelang den Grün- Weißen sogar der Sprung an die Tabellenspitze. Die Begeisterung war groß, ihr konnten auch die schlechten Jahre der Arbeitslosigkeit keinen Abbruch tun. Mit dem Fahrrad oder auf der Ladefläche eines geliehenen Lasters, ging es nach Eichstätt, Haunwöhr, Kipfenberg, Fahlenbach, Konstein, Au und Hohenwart. Nach acht Spielen stand der SV mit 12 Punkten an der Spitze, doch am Ende der Saison war der VfB Eichstätt mit 21 Zählern punktgleich. Das Entscheidungsspiel stieg in Ringsee und der SV Manching gelang nach Verlängerung mit 2:1 Toren. Die vielen Schlachtenbummler und die Spieler feierten diesen Erfolg natürlich gebührend. Trainer der erfolgreichen Elf war Anton Wiefel aus Ingolstadt, der diesen Posten von 1930 bis 1935 innehatte. In der A- Klasse wehte aber ein rauherer Wind. Reichertshofen, Geisenfeld, Neuburg, Mainburg, u.a. waren für Manching nur schwer zu „verdauen“. Doch immer wieder fanden sich Spieler und Verantwortliche zusammen, um gemeinsam den Weg zu suchen. Die dreißiger Jahre waren für den Sportverein Manching doch sehr bewegt. Man kann sich heute kaum noch vorstellen, welchen Idealismus die Sportler damals in der Zeit der großen Arbeitslosigkeit aufbringen mußten. Der Beitrag betrug 0,50 RM, die Sportkleidung war privat kaum aufzubringen, Fahrmöglichkeiten gab es nur durch den guten Willen der Manchinger Geschäftsleute. Der Kassenauszug von Martin Lindner aus dem Jahre 1930/1931 schließt mit Einnahmen und Ausgaben von ca. 1600 RM ab. 188 RM wurden für „Material“ ausgegeben, 293 RM erhielt Trainer Wiefel, 223 RM kassierten Verband und Schiedsrichter. Aus Beiträgen kamen 226 RM in die Kasse, immerhin 936 RM gingen durch die Wettspiele ein. Einige hundert Zuschauer waren keine Seltenheit in diesen Jahren. Nicht leicht hatten es die Vorstandschaften und ihre Helfer. Die Posten wechselten sehr häufig ihre Besetzung, aber der Verein hielt Kurs in diesen stürmischen Jahren. Andreas Schranz hatte 1934 den überlasteten Josef Blank abgelöst und führte in den nächsten Jahren die Geschicke des Vereins. Doch mit zunehmender Kriegsvorbereitung im Land wurde auch der Spielbetrieb beeinträchtigt, bis er 1939 ganz zum Erliegen kam. |