1941 bis 1960

Die Wiedergeburt des Sportvereins nach dem Wirrnissen des 2. Weltkrieges bahnte sich 1946 beim „Bäckerwirt“ an. Hier wurde der SV zum zweiten Mal aus der Taufe gehoben. Viele der alten Sportkameraden waren gefallen oder vermißt. Doch der Wille zum Sport siegte.

Vorübergehend wurde der „Bräujackl“ Vereinslokal, da sich bei Riesenwirt die Amerikaner einquartiert hatten. In den zwei Jahren des Wiederaufbaus waren auch die Vorstände einem großen Verschleiß unterworfen. Lorenz Märkl, Karl Mayr, Georg Schweiger und Gustav Struck wechselten sich in der Führung des Vereins ab.

Doch im Jahre 1949 kam Alois Herdegen ans Ruder, das er bis 1966 nicht mehr aus der Hand gab. Er steuerte den Verein durch die schwierigen Nachkriegsjahre. Er opferte wie kein anderer Zeit und Geld für die Fußballer, er war die Seele des Vereins und fand immer wieder Möglichkeiten, wenn andere schon aufgeben wollten. 1955 siedelte der SV in das neue Sport- Café um, wo seine Frau, Lina Herdegen, die Bewirtung und die Betreuung der Fußballer zu deren größter Zufriedenheit übernahm.

Doch zurück zum Jahre 1947, als sich wieder eine schlagkräftige Seniorenmannschaft formierte. Das Training leitete der bekannte Ringseer Resch „Zabern“, 1949 übernahm „Mandi“ Birzel das Amt des Spielertrainers.

Einen „legendären“ Ruf hat bis heute die Elf von 1949, die in der B- Klasse ungeschlagen Meister wurde. Nach dem Aufstieg in die A- Klasse hielt die Erfolgssträhne weiter an. Zwar reichte es in den nächsten 30 Jahren nie zu einem höheren Ziel als die A- Klasse, aber dort stellten die Manchinger stets ihren Mann. In 1949 gab es auch ein fest: das 20jährige Jubiläum des SVM, das mit einem großen Pokalturnier sportgerecht gefeiert wurde.

In den folgenden Jahren setzte der Verein den eingeschlagenen Weg erfolgreich fort. Neben den sportlichen Lorbeeren wuchs die Mitgliederzahl von Jahr zu Jahr. Die Jugendarbeit wurde aktiviert und trug Früchte.