| 1961 bis 1980 |
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Das Jahr 1964 brachte ein wichtiges Ereignis für den Verein: das neue Spielfeld im Vorwerk, auf dem Schutt der Festungsanlagen, wurde eingeweiht. Bürgermeister Raith (der Großvater des heutigen Bürgermeisters Otto Raith) übergab die Sportanlage dem Vorsitzenden des SV, Alois Herdegen; zusammen mit einem Pachtvertrag. Nun standen den Fußballern immerhin zwei Plätze zur Verfügung. Das neue „Stadion“ erhielt eine Reklame- Umrandung, eine Aschenbahn und andere Leichtathletikeinrichtungen, aber noch keine Umkleideräume, sie waren notdürftig beim Sport- Café untergebracht.
1966 trat Alois Herdegen nach 18jähriger Tätigkeit als 1. Vorstand in den „Ruhestand“. Seine angegriffene Gesundheit gebot ihm, langsamer zu treten. Leider konnte er seinen Lebensabend nicht mehr genießen. Zu früh wurde er aus unserer Mitte gerissen. Der Sportverein bereitete seinem Ehrenvorstand einen würdigen Abschied.
Sebastian Rudingsdorfer übernahm für ein Jahr die Geschicke des Vereins, 1967 übergab er die Führung an Wolfgang Latzel, der bereits Erfahrung als Vereinsfunktionär besaß. Von 1968 bis 1974 stand dann Heinz Mayr an der Spitze des Sportvereins, tatkräftig unterstützt von Wolfgang Latzel als 2. Vorstand. In diesen Jahren wurde der Sportverein mit zahlreichen Problemen konfrontiert. Die MBB-Sportgemeinschaft entstand und gründete eine eigene Fußballabteilung. Dadurch wurde die Platzfrage wieder akut. Zwei Sportplätze waren einfach zu wenig für 12 bis 14 aktive Mannschaften. Bald war der neue Sportplatz so strapaziert, dass er renoviert werden musste. Eine Fusion beider Vereine war zwar im Gespräch, fand aber beim traditionsbewussten Sportverein keine Mehrheit. Inzwischen waren auch die Pläne für ein Sportheim mit Umkleidekabinen reif. MBB- Sportgemeinschaft und Gemeinde trugen zwar den Hauptteil der Kosten, doch der SV half durch Materialspenden und Eigenleistungen – von Mitgliedern und Manchinger Geschäftsleuten erbracht – maßgeblich zur Verwirklichung des Projekts mit. Nach Jahren erst stellte sich heraus, dass die MBB-SG Eigentümer des Sportheimes war. Ausgerechnet in diesem Jahr war dem Sportverein wenig sportlicher Erfolg beschieden. Die erste Mannschaft landete auf dem drittletzten Platz und mußte in die B- Klasse absteigen. Zwei Jahre dauerte das Gastspiel in dieser Klasse, dann schafften die Grün- Weißen den Wiederaufstieg. Nun hielten sie sich die folgenden 6 Jahre in der A- Klasse, bis sie 1971/72 erneut auf dem letzten Platz landeten und abstiegen. An dieser Stelle sei eines begeisterten Anhängers und Gönners des Vereins gedacht, Martin Huber. Er opferte jahrelang Zeit und Geld für die Manchinger Fußballer. Er hat sich um den Verein verdient gemacht. Nach dem Abstieg 1972 kehrte der SV nach einem Jahr in die A- Klasse zurück. Doch ein weiteres Jahr später standen die Grün- Weißen wieder in der B- Klasse. In den nächsten Jahren versuchte die erste Mannschaft vergeblich, den Sprung in die A- Klasse zu schaffen. Umso erfolgreicher gestaltete sich in diesen Jahren die Schüler- und Jugendarbeit. Auch die Mitgliederzahlen wuchsen in den nächsten Jahren kontinuierlich. Die Eintragung in das Vereinsregister war ein weiterer Schritt hin zu einer zeitgemäßen Organisation des Sportvereins. 1974 übernahm Anton Schauer für zwei Jahre das Vereinsruder. Ihm folgte Theo Roloff und 1977 sprang noch einmal Wolfgang Latzel in die Bresche, der aber aus gesundheitlichen Gründen 1978 zurücktrat. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde Rolf Mittasch zum Nachfolger bestimmt, der dieses Amt heute noch inne hat. Als Trainer fungierte Simon Brehm. Das 50- jährigen Vereinsjubiläums wurde 1979 mit einer Standartenweihe gefeiert. Es war in diesem Jahr das Großereignis in der Gemeinde Manching. Am 25. Juni fand der Festabend im vollbesetzten Volksfestzelt statt. Der 26. Juni war für die Weihe der neuen Vereinsstandarte vorgesehen. Diese wurde mit Kirchenzug in der Kirche St. Peter von H. H. Dekan Bullinger geweiht. Der Festzug mit ca. 1000 Teilnehmern bot ein prächtiges Bild. |
