SVM Kollektion

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Im Mai 1929 trafen sich in der alten Kellerwirtschaft in der Ingolstädter Straße, heute minimal- Supermarkt, etwa ein Dutzend sportbegeisterte Manchinger Bürger und gründeten dort einen „Turnverein“ mit Fußballabteilung. Zwar gab es seit 1928 eine aktive Fußballmannschaft, doch sie spielte „wild“, ohne Vereins- und Verbandszugehörigkeit. Bald wurde aus dem Turnverein der SV Manching, dessen Gründung der damalige Hilfslehrer Josef Plank veranlaßte.

Er leitete die Geschicke des jungen Vereins in den ersten Jahren, tatkräftig unterstützt von Martin Lindner als Schriftführer und Konrad Weiß, der die Kasse führte. Die Patenschaft übernahm der TSV Reichertshofen, Vereinslokal war der damalige „Jungbräu“, der an der Stelle des heutigen Rathauses stand. 1931 zogen die Fußballer zum „Riesenwirt“ um, wo sie vom Pächter Xaver Kraus und seiner Frau bestens bewirtet wurden.

Zunächst galt es aber, einen eigenen Sportplatz zu finden. Nach einem Brief des Vorsitzenden Josef Plank an die Gemeinde, dem Verein den Sportplatz „in der Kiesgrube“ zu überlassen, erhielt der SV 1929 seinen ersten Sportplatz. Doch eine Dauerlösung war das nicht, deshalb bemühte man sich um einen Platz im Vorwerk. Schon im Juli 1930 wurde dem Verein von der Kommandantur der Festung Ingolstadt ein Spielfeld zugewiesen.

Ein weiteres Problem war der Mangel an Spielgelegenheiten, denn der Verein war anfangs nur der „Deutschen Turnerschaft“ angeschlossen. Deshalb beantragte Josef Plank am 19. September 1929 beim Süddeutschen Fußballverband und beim Gauvorsitzenden von Ingolstadt die Einteilung in die Verbandsrunde. Ab 1930 spielt der „Sp.V. Manching“ in der B-Klasse. Die Fußballabteilung zählte damals 17 aktive Senioren und 10 Junioren als Mitglieder.

Bei den ersten Spielen ging der SV Manching leer aus, deshalb verstärkte man sich mit Spielern aus der näheren Umgebung. Jetzt ging es aufwärts. Am 15. Februar 1930 stand Manching auf dem 2. Tabellenplatz und in der neuen Runde gelang den Grün- Weißen sogar der Sprung an die Tabellenspitze. Die Begeisterung war groß, ihr konnten auch die schlechten Jahre der Arbeitslosigkeit keinen Abbruch tun. Mit dem Fahrrad oder auf der Ladefläche eines geliehenen Lasters, ging es nach Eichstätt, Haunwöhr, Kipfenberg, Fahlenbach, Konstein, Au und Hohenwart. Nach acht Spielen stand der SV mit 12 Punkten an der Spitze, doch am Ende der Saison war der VfB Eichstätt mit 21 Zählern punktgleich. Das Entscheidungsspiel stieg in Ringsee und der SV Manching gelang nach Verlängerung mit 2:1 Toren. Die vielen Schlachtenbummler und die Spieler feierten diesen Erfolg natürlich gebührend. Trainer der erfolgreichen Elf war Anton Wiefel aus Ingolstadt, der diesen Posten von 1930 bis 1935 innehatte. 

In der A- Klasse wehte aber ein rauherer Wind. Reichertshofen, Geisenfeld, Neuburg, Mainburg, u.a. waren für Manching nur schwer zu „verdauen“. Doch immer wieder fanden sich Spieler und Verantwortliche zusammen, um gemeinsam den Weg zu suchen. 

Die dreißiger Jahre waren für den Sportverein Manching doch sehr bewegt. Man kann sich heute kaum noch vorstellen, welchen Idealismus die Sportler damals in der Zeit der großen Arbeitslosigkeit aufbringen mußten. Der Beitrag betrug 0,50 RM, die Sportkleidung war privat kaum aufzubringen, Fahrmöglichkeiten gab es nur durch den guten Willen der Manchinger Geschäftsleute.

Der Kassenauszug von Martin Lindner aus dem Jahre 1930/1931 schließt mit Einnahmen und Ausgaben von ca. 1600 RM ab. 188 RM wurden für „Material“ ausgegeben, 293 RM erhielt Trainer Wiefel, 223 RM kassierten Verband und Schiedsrichter. Aus Beiträgen kamen 226 RM in die Kasse, immerhin 936 RM gingen durch die Wettspiele ein. Einige hundert Zuschauer waren keine Seltenheit in diesen Jahren. 

Nicht leicht hatten es die Vorstandschaften und ihre Helfer. Die Posten wechselten sehr häufig ihre Besetzung, aber der Verein hielt Kurs in diesen stürmischen Jahren. Andreas Schranz hatte 1934 den überlasteten Josef Blank abgelöst und führte in den nächsten Jahren die Geschicke des Vereins. Doch mit zunehmender Kriegsvorbereitung im Land wurde auch der Spielbetrieb beeinträchtigt, bis er 1939 ganz zum Erliegen kam.

Die Wiedergeburt des Sportvereins nach dem Wirrnissen des 2. Weltkrieges bahnte sich 1946 beim „Bäckerwirt“ an. Hier wurde der SV zum zweiten Mal aus der Taufe gehoben. Viele der alten Sportkameraden waren gefallen oder vermißt. Doch der Wille zum Sport siegte.

Vorübergehend wurde der „Bräujackl“ Vereinslokal, da sich bei Riesenwirt die Amerikaner einquartiert hatten. In den zwei Jahren des Wiederaufbaus waren auch die Vorstände einem großen Verschleiß unterworfen. Lorenz Märkl, Karl Mayr, Georg Schweiger und Gustav Struck wechselten sich in der Führung des Vereins ab.

Doch im Jahre 1949 kam Alois Herdegen ans Ruder, das er bis 1966 nicht mehr aus der Hand gab. Er steuerte den Verein durch die schwierigen Nachkriegsjahre. Er opferte wie kein anderer Zeit und Geld für die Fußballer, er war die Seele des Vereins und fand immer wieder Möglichkeiten, wenn andere schon aufgeben wollten. 1955 siedelte der SV in das neue Sport- Café um, wo seine Frau, Lina Herdegen, die Bewirtung und die Betreuung der Fußballer zu deren größter Zufriedenheit übernahm.

Doch zurück zum Jahre 1947, als sich wieder eine schlagkräftige Seniorenmannschaft formierte. Das Training leitete der bekannte Ringseer Resch „Zabern“, 1949 übernahm „Mandi“ Birzel das Amt des Spielertrainers.

Einen „legendären“ Ruf hat bis heute die Elf von 1949, die in der B- Klasse ungeschlagen Meister wurde. Nach dem Aufstieg in die A- Klasse hielt die Erfolgssträhne weiter an. Zwar reichte es in den nächsten 30 Jahren nie zu einem höheren Ziel als die A- Klasse, aber dort stellten die Manchinger stets ihren Mann. In 1949 gab es auch ein fest: das 20jährige Jubiläum des SVM, das mit einem großen Pokalturnier sportgerecht gefeiert wurde.

In den folgenden Jahren setzte der Verein den eingeschlagenen Weg erfolgreich fort. Neben den sportlichen Lorbeeren wuchs die Mitgliederzahl von Jahr zu Jahr. Die Jugendarbeit wurde aktiviert und trug Früchte.

Das Jahr 1964 brachte ein wichtiges Ereignis für den Verein: das neue Spielfeld im Vorwerk, auf dem Schutt der Festungsanlagen, wurde eingeweiht. Bürgermeister Raith (der Großvater des heutigen Bürgermeisters Otto Raith) übergab die Sportanlage dem Vorsitzenden des SV, Alois Herdegen; zusammen mit einem Pachtvertrag. Nun standen den Fußballern immerhin zwei Plätze zur Verfügung. Das neue „Stadion“ erhielt eine Reklame- Umrandung, eine Aschenbahn und andere Leichtathletikeinrichtungen, aber noch keine Umkleideräume, sie waren notdürftig beim Sport- Café untergebracht.

1966 trat Alois Herdegen nach 18jähriger Tätigkeit als 1. Vorstand in den „Ruhestand“. Seine angegriffene Gesundheit gebot ihm, langsamer zu treten. Leider konnte er seinen Lebensabend nicht mehr genießen. Zu früh wurde er aus unserer Mitte gerissen. Der Sportverein bereitete seinem Ehrenvorstand einen würdigen Abschied.

Sebastian Rudingsdorfer übernahm für ein Jahr die Geschicke des Vereins, 1967 übergab er die Führung an Wolfgang Latzel, der bereits Erfahrung als Vereinsfunktionär besaß. Von 1968 bis 1974 stand dann Heinz Mayr an der Spitze des Sportvereins, tatkräftig unterstützt von Wolfgang Latzel als 2. Vorstand.

In diesen Jahren wurde der Sportverein mit zahlreichen Problemen konfrontiert. Die MBB-Sportgemeinschaft entstand und gründete eine eigene Fußballabteilung. Dadurch wurde die Platzfrage wieder akut. Zwei Sportplätze waren einfach zu wenig für 12 bis 14 aktive Mannschaften. Bald war der neue Sportplatz so strapaziert, dass er renoviert werden musste. Eine Fusion beider Vereine war zwar im Gespräch, fand aber beim traditionsbewussten Sportverein keine Mehrheit. Inzwischen waren auch die Pläne für ein Sportheim mit Umkleidekabinen reif. MBB- Sportgemeinschaft und Gemeinde trugen zwar den Hauptteil der Kosten, doch der SV half durch Materialspenden und Eigenleistungen – von Mitgliedern und Manchinger Geschäftsleuten erbracht – maßgeblich zur Verwirklichung des Projekts mit. Nach Jahren erst stellte sich heraus, dass die MBB-SG Eigentümer des Sportheimes war.

Ausgerechnet in diesem Jahr war dem Sportverein wenig sportlicher Erfolg beschieden. Die erste Mannschaft landete auf dem drittletzten Platz und mußte in die B- Klasse absteigen. Zwei Jahre dauerte das Gastspiel in dieser Klasse, dann schafften die Grün- Weißen den Wiederaufstieg. Nun hielten sie sich die folgenden 6 Jahre in der A- Klasse, bis sie 1971/72 erneut auf dem letzten Platz landeten und abstiegen. An dieser Stelle sei eines begeisterten Anhängers und Gönners des Vereins gedacht, Martin Huber. Er opferte jahrelang Zeit und Geld für die Manchinger Fußballer. Er hat sich um den Verein verdient gemacht.

Nach dem Abstieg 1972 kehrte der SV nach einem Jahr in die A- Klasse zurück. Doch ein weiteres Jahr später standen die Grün- Weißen wieder in der B- Klasse. In den nächsten Jahren versuchte die erste Mannschaft vergeblich, den Sprung in die A- Klasse zu schaffen. Umso erfolgreicher gestaltete sich in diesen Jahren die Schüler- und Jugendarbeit. Auch die Mitgliederzahlen wuchsen in den nächsten Jahren kontinuierlich. Die Eintragung in das Vereinsregister war ein weiterer Schritt hin zu einer zeitgemäßen Organisation des Sportvereins. 1974 übernahm Anton Schauer für zwei Jahre das Vereinsruder. Ihm folgte Theo Roloff und 1977 sprang noch einmal Wolfgang Latzel in die Bresche, der aber aus gesundheitlichen Gründen 1978 zurücktrat. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde Rolf Mittasch zum Nachfolger bestimmt, der dieses Amt heute noch inne hat. Als Trainer fungierte Simon Brehm.

Das 50- jährigen Vereinsjubiläums wurde 1979 mit einer Standartenweihe gefeiert. Es war in diesem Jahr das Großereignis in der Gemeinde Manching. Am 25. Juni fand der Festabend im vollbesetzten Volksfestzelt statt. Der 26. Juni war für die Weihe der neuen Vereinsstandarte vorgesehen. Diese wurde mit Kirchenzug in der Kirche St. Peter von H. H. Dekan Bullinger geweiht. Der Festzug mit ca. 1000 Teilnehmern bot ein prächtiges Bild.

Sportlich ging es wieder aufwärts, als Jakob Schlederer als Spielertrainer verpflichtet werden konnte. Bereits in seiner ersten Saison als Trainer (1980/1981) wurde in der B- Klasse der zweite Platz erreicht. Im Relegationsspiel um den Aufstieg musste gegen Mindelstetten eine knappe 0:1 – Niederlage hingenommen werden.

Ein Jahr später gelang der große Wurf. Ungeschlagen wurde der SVM Meister in der B- Klasse Süd und stieg endlich wieder in die A- Klasse auf. Hier schlug sich die Mannschaft um Jakl Schlederer auf Anhieb hervorragend, obwohl Stürmer Michael Binner, der zum MTV Ingolstadt wechselte, ersetzt werden musste. Lange spielte der SVM um die Meisterschaft mit, am Ende der Saison wurde jedoch nur der vierte Platz belegt.

Das sportlich größte Jahr in der Vereinsgeschichte war die Saison 1983/84. Da gelang dem SVM die Meisterschaft in der A- Klasse mit großem Vorsprung. Nur ein Spiel wurde während der gesamten Saison verloren, wobei diese Niederlage durch ein unglückliches Eigentor bei der DJK Winden besiegelt wurde.

Der Aufstieg in die Bezirksliga war der sportliche Erfolg harter Arbeit von Jakl Schlederer mit seinen Mannen. Da dieser Erfolg nur mit Spielern aus dem eigenen Verein erreicht wurde, kamen die Bedenken, ob das für die Bezirksliga ausreichen würde. Doch in der Vorrunde mischte der SVM überraschend in der Spitzengruppe mit und lag mit zwei Punkten Abstand hinter dem Spitzenreiter auf Platz 3. Leider ging in der Rückrunde die Kraft aus und die SVM- Elf landete auf dem 13. Tabellenrang.

Ein Jahr später musste die Mannschaft wieder in die A- Klasse absteigen, da der Abgang einiger Spieler nicht kompensiert werden konnte. Nach dem Abstieg verließ Jakl Schlederer nach 6jähriger, erfolgreicher Arbeit den SV Manching. Nachfolger wurde als Spielertrainer mit Wolfgang Wunder ein ehemaliger Zweitligaspieler des MTV Ingolstadt, der auf Anhieb Platz 3 in der A- Klasse erreichte.

In der Saison 1987/88 wurde es etwas knapper. Lange kämpfte der SVM gegen den Abstieg, kam man am Schluss noch auf den 10. Tabellenplatz. Für Wolfgang Wunder übernahm am Ende der Saison der Jugendtrainer Otto Wurfbaum das Training der Aktiven.

Nach dem Abgang von vier Spielern war es sehr schwer, sportlich in der A- Klasse zu bestehen. Nachdem seine Mannschaft im März 1989 den letzten Platz belegte, legte Otto Wurfbaum das Amt des Trainers nieder. Hans Steinberger und Ernst Klaritsch übernahmen das Training, konnten aber den Abstieg nicht mehr verhindern. Als Vorletzter mit einem Abstand von 4 Punkten zu einem Nichtabstiegsplatz musste der bittere Weg in die B-Klasse angetreten werden.

Die bitterste Stunde seit Bestehen des Vereins erlebte der SV Manching in der Saison 1989/90. Nach dem Abstieg in die B-Klasse wollte man den sofortigen Wiederaufstieg schaffen. Mit Josef Bienek als Trainer sollte sich der Erfolg einstellen. Leider verletzte sich Torwart Werner Hölzl im ersten Punktspiel so schwer, dass er die ganze Saison ausfiel. Da kein gleichwertiger Ersatz vorhanden war, ging es mit wechselnden Torhütern immer weiter bergab. Im Oktober 1989 legte Josef Bienek sein Traineramt nieder. Wieder sprang Ernst Klaritsch in die Bresche. Am Ende stand aber nach einer Niederlage gegen Hettenshausen im letzten Relegationsspiel in Geisenfeld der Abstieg in die C-Klasse fest.

In der Saison 1990/91 galt es nur, schnell wieder den Aufstieg zu erreichen. Mit Wolfgang Leesch wurde ein neuer Trainer geholt. Er kam vom ESV Ingolstadt und brachte Jochen Meier und Manfred Eilzer mit nach Manching. In einer sehr durchwachsenen Saison konnte am Ende der 2. Platz hinter dem TV Vohburg erreicht werden, der zu den Relegationsspielen um den Aufstieg berechtigte. Gleich das erste Spiel gegen den drittletzten der B-Klasse Süd, dem TSV Ebenhausen, wurde in Baar mit 2:0 Toren gewonnen und damit der Aufstieg gesichert.

Die Saison 1991/92 begann wieder mit Wolfgang Leesch als Trainer, der aber aus beruflichen Gründen sehr oft fehlte und zum Jahresende ganz in die neuen Bundesländer zog. Weihnachten war man nur noch vier Punkte von einem Abstiegsrang entfernt und stand noch dazu ohne Trainer da. Doch dann konnte Georg Schmidt überraschend den Bayernliga-Torjäger Michael Binner, ein Manchinger Eigengewächs, vom MTV Ingolstadt als Spielertrainer verpflichten. Mit ihm gelang der Mannschaft eine Siegesserie, die die Elf bis in die Spitzengruppe führte. Vor dem letzten Spiel in Reichertshofen führten die Gastgeber die Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung an. Der Binner- Truppe gelang das Kunststück, das Spiel vor über 500 Zuschauern mit 3:0 Toren zu gewinnen und damit ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft zu erzwingen. Vor über 1000 Zuschauern gewann der SVM auch dieses Spiel durch ein Tor von Michael Binner mit 1:0 stieg wieder in die A-Klasse auf.

Eine durchwachsene Saison 1992/93 erlebte der Aufsteiger und landete am Ende auf Platz 7.

Nach einigen Spielerabgängen vor der Saison 1993/94 hatte man Befürchtungen, wieder gegen den Abstieg kämpfen zu müssen. Doch Michael Binner formte eine Mannschaft, die am Schluss im Spitzenfeld zu finden war. Nach Abschluss der Runde stand der SVM punktgleich mit dem SV Karlshuld auf dem zweiten Tabellenplatz. Wieder musste ein Entscheidungsspiel durchgeführt werden. Doch anstatt das Spiel nach Baar zu verlegen, wo bestimmt 1500 Zuschauer gekommen wären, wurde vom Verband Pfaffenhofen als Austragungsort ausgewählt. Hier verloren die Grün-Weißen vor 600 Zuschauern unglücklich mit 1:2 Toren und verpassten die Relegation um den Bezirksligaaufstieg.

Auch 1994/95 blieb Michael Binner Spielertrainer beim SV Manching. Anfangs lief es etwas zäh an, aber im Laufe der Saison kam der SV immer besser in Schwung und zum Schluss seiner Trainerzeit belegte Michael Binner mit seiner Mannschaft den hervorragenden 4. Platz in der A-Klasse.

In der Saison 1995/96 musste der neue Spielertrainer Manfred Eilzer eine neue Mannschaft formen, die den Anspruch auf ein Spitzenteam in der A-Klasse entsprach. Zu groß war der Umbruch im Team und niemand wusste, wie sich das neue Team schlagen würde. Doch im Laufe der Saison fand sich die Mannschaft immer besser zusammen und erreichte am Schluss einen unerwarteten 3. Platz.

Auch in der Saison 1996/97 blieb Manfred Eilzer Spielertrainer in Manching. Wer gedacht hatte, nach dem 3. Platz der vergangenen Saison spielt der SV Manching um die Meisterschaft, sah sich getäuscht. Am Ende reichte es zu einem gesicherten 7. Tabellenplatz.

Noch ein weiteres Jahr blieb Manfred Eilzer in Manching tätig. Durch ständige Ausfälle in der Mannschaft (Verletzungen, berufliche Abwesenheiten, Schulungen) konnte am Ende nur der 5. Tabellenplatz belegt werden.

Die Saison 1998/99 brachte einen Trainertausch. Vom TSV Hohenwart kam Günter Halbich, Manfred Eilzer wechselte zu den Paartalern. Günter Halbich war bereits Ende der achtziger Jahre in Manching als Spieler tätig. In dieser Saison wurde eine neue Punkteregelung eingeführt. Für einen Sieg gab es drei Punkte, ein Unentschieden brachte einen Punkt. Obwohl die Mannschaft um Spielertrainer Günter Halbig in der Rückrunde lange an der Spitze stand, ging am Schluss die Kraft aus. In den letzten drei Spielen holten die Grünhemden nur zwei Punkte und rutschten auf Rang 3 ab.

Auch in der Saison 1999/2000 blieb Günter Halbich Spielertrainer. Die A-Klasse wurde in Kreisliga umbenannt. Die Saison lief nicht so erfreulich wie die vorhergehende und es wurde nur der 11. Platz erreicht, wobei der Klassenerhalt erst im letzten Spiel durch einen 4:1 Erfolg über den TSV Etting erreicht werden konnte.

Nach mehreren Abgängen stand Günter Halbich in der Saison 2000/01 ein schweres Jahr bevor. Der SVM Stand lange auf dem vorletzten Tabellenrang und konnte erst in den letzten Spielen mit dem SV Fahlenbach gleichziehen. Das Entscheidungsspiel um den Verbleib in der Kreisliga ging jedoch mit 0:3 Toren verloren. Jetzt begann ein Relegationskrimi um den (Nicht) – Abstieg. Der SVM reaktivierte die AH- Spieler Michael Binner, Werner Frank und Holger Manzke, um den Klassenerhalt doch noch zu erreichen. Das erste Relegationsspiel in Lenting gegen den SV Denkendorf wurde mit 2:1 Toren gewonnen. Im zweiten Spiel in Langenbruck verlor man gegen den SV Karlskron aber mit 1:2 Toren. So musste noch einmal gegen den SV Denkendorf gespielt werden, was außer den Funktionären des BFV keiner verstand. Diese Spiel fand in Großmehring statt und wurde 4:3 gewonnen. Damit war der Klassenerhalt endgültig gesichert.

In der Saison 2001/2002 wurde Jochen Meier als Spielertrainer verpflichtet. Von Anfang an standen die Grün-Weißen, deren Mannschaft sich überwiegend aus jungen Eigengewächsen zusammensetzte, auf dem letzten Tabellenplatz. Nach einigen Turbulenzen trennte man sich von Jochen Meier zum Jahresende 2001. Für ihn kam mir Walter Schmid ein erfahrener Trainer. Doch auch dieser konnte in der rückrunde nur einen Sieg verbuchen, so dass der SVM sang- und klanglos mit 17 Punkten Abstand auf einem Nichtabstiegsplatz in die Kreisklasse Süd abstieg.

Walter Schmid trainierte die Mannschaft auch in der Saison 2002/2003. Nach zunächst guten Leistungen wurde die Mannschaft auf einen Abstiegsplatz durchgereicht. Erst in der Rückrunde wurde das Team wieder stärker und konnte in den letzten 13 Spielen ungeschlagen bleiben, was am Ende Rang 5 bedeutete.

In der Saison 2003/2004 holte die junge Mannschaft von Trainer Walter Schmid die Herbstmeisterschaft, musste sich aber am Ende mit dem zweiten Platz begnügen. Damit wurden erneut Relegationsspiele um den Aufstieg in die Kreisliga fällig. Dabei konnte die FT Ringsee auf dem Gelände der DJK Ingolstadt mit 3:2 Toren bezwungen werden, was den sofortigen Aufstieg bedeutete.

In der Saison 2004/2005 behauptete sich der SV als Aufsteiger anfangs in der neuen Liga. Doch nach der Winterpause wurden ein ums andere Mal die Spiele verloren und so mussten die Grünhemden gleich wieder absteigen.

In der Saison 2005/2006 ging eine Ära zu Ende. Rolf Mittasch, der 27 Jahre dem SV Manching als 1. Vorsitzender zur Verfügung stand, kandidierte nicht mehr für eine weitere Amtszeit. Für ihn rückte der bisherige dritte Vorsitzende Raimund Lögl nach, der in seiner ersten Amtshandlung seinen Vorgänger zum Ehrenvorstand ernannte. Nachdem auch der 2. Vorstand und Abteilungsleiter Fußball, Georg Schmidt, nicht mehr kandidierte, wurden Franz Gerich zum zweiten Vorstand und Franz Bergmaier zum Abteilungsleiter Fußball gewählt. Die Führungsmannschaft komplettierte Walter Göppel als dritter Vorstand. Für die neue Saison wurde noch in der Winterpause Manfred Friedl als neuer Spielertrainer verpflichtet, der es verstand, der Mannschaft wieder „Leben einzuhauchen“. Leider wurde am letzten Spieltag durch eine 1:2- Niederlage beim TSV Hohenwarth der zweite Platz, der zur Relegation berechtigt hätte, „vergeigt“. Mit dem undankbaren 3. Platz wurde die Saison beendet.

In der Saison 2006/2007 sollte unbedingt der Aufstieg in die Kreisliga geschafft werden. Zur Winterpause hatte die Friedl- Truppe als Zweiter vier Punkte Rückstand auf den Tabellenführer Hohenwarth. In dieser Zeit reifte die Idee, einen Förderkreis aufzubauen, der Sponsorengelder für die Verpflichtung von Spielern zur Verfügung stellt, die aus der Manchinger Jugend hervorgegangen sind und jetzt bei anderen Vereinen spielen. Neben Manchinger Geschäftsleuten konnte auch die Firma Tuja gewonnen werden, die zu diesem Zeitpunkt Hauptsponsor des neu gegründete FC Ingolstadt war. Firmenchef und FC- Boss Peter Jackwerth ermöglichte eine Kooperation zwischen dem FC Ingolstadt und dem SV Manching. Federführend für den Förderkreis beim SV sind Toni Obermeier und Michael Heubl. Noch in der Winterpause konnten 5 hochkarätige Spieler verpflichtet werden, darunter Thorsten Holm, der den FC Ingolstadt in die Regionalliga geschossen hatte. Torsten Holm sollte in der kommenden Saison für den scheidenden Manfred Friedl das Amt des Spielertrainers übernehmen. Im ersten Spiel nach der Winterpause kam die Mannschaft jedoch nicht über ein 1:1- Unentschieden gegen den TSV Wolnzach hinaus. Damit vergrößerte sich der Vorsprung von Hohenwarth auf 6 Punkte. Danach trat Manni Friedl zurück und Torsten Holm wurde Spielertrainer. Von da an wurden alle Spiele gewonnen, doch auch der TSV Hohenwarth zeigte keine Blöße, gewann alle Spiele und wurde verdientermaßen Meister. Der SV Manching war wieder einmal zweiter und musste in die Relegation. Vor über 1300 Zuschauern in Baar traf man auf den SV Zuchering, der zuvor den VfB Friedrichshofen ausgeschaltet hatte. Von der Papierform haushoher Favorit wurde vor dem Spiel nur über die Höhe des Sieges diskutiert. Doch es kam alles anders. Die Grün-Weißen lieferten ihr mit Abstand schlechtestes Saisonspiel ab und wurden gegen einen hochmotivierten Gegner mit 4:1 Toren regelrecht demontiert. Dieses Spiel war wohl einer der größten Blamagen in der Vereinsgeschichte.

In der Saison 2007/2008 wurden dank des Förderkreises weitere ehemalige Manchinger verpflichtet. Mit diesen Verstärkungen gelang eine überragende Saison. Von Anfang an belegte der SV den ersten Platz, manche Gegner wurden regelrecht vom Platz geschossen. 7:2, 8:1, 5:2, etc. lauteten des Öfteren die Ergebnisse. Mit 66 Punkten und 14 Punkten Vorsprung wurde souverän die Meisterschaft errungen. Beste Torschützen waren Martin Distl mit 37 und Torsten Holm mit 31 Toren. Insgesamt erzielten die Holm- Schützlinge 103 Tore!

Die Saison 2008/2009 startete mit einem Highlight! Dank der Kooperation war zur Saisoneröffnung der Zweitligaaufsteiger FC Ingolstadt zu Gast in Manching. Die Grün-Weißen schlugen sich tapfer und unterlagen nur mit 0:7 Toren.